PROJEKTCONTROLLING

Projekt- und Baucontrolling bei der GÜ-, GÜ- und Bauträgerabwicklung 
 
Die Zeiten, in denen ein Architekt als Generalist sehr große Bauvorhaben alleine koordiniert hat sind schon seit einigen Jahren vorbei.
Heute werden regelmäßig solche Bauvorhaben mit einem Generalübernehmer, Generalunternehmer oder mit Bauträgerunternehmen gebaut.
Einige Bauherren beauftragen zuvor Architekten, andere überlassen auch die Planung dem bauausführenden Unternehmen.

Die auch in 2001/02 rückläufige Baukonjunktur bewirkt einen harten Wettbewerb zwischen den ausführenden Unternehmen.
Der Preiskampf am Baumarkt zwingt Bauträger und Generalunternehmer die Bauleistungen äußerst günstig anzubieten.
Erst im nachhinein - im Laufe der Bauzeit - beginnen die Unternehmen über Nachträge ihre Kostensituation entscheidend zu verbessern. Bei großen Generalunternehmern existieren ganze Abteilungen für das sog. ´Nachtragsmanagement´.
Vor dem Hintergrund aktueller Rechtssprechung generieren die Unternehmen Baubesprechungen und den laufenden Schriftwechsel so, das ihr Mehrkostenmanagement spätestens nach der Rohbauphase (Richtfest) alle vertraglichen Schlupflöcher aufdeckt und zusätzliche Erträge mit dann kaum noch vermeidbaren kostenträchtigen Nachträgen darstellt. Dies
frühzeitig zu erkennen ist der planende Architekt meist regelmäßig überfordert.
Sehr oft hat dieser selbst die Nachforderung ausgelöst; über die von ihm erstellte (baubegleitende) Planung, die Ausschreibung oder den von ihm selbst vorgeschlagenen textlichen Inhalt für den GU- oder Bauträger-Vertrag.

Größere Projekte, insbesondere solche, die über Totalunternehmen (Generalunter-/ -übernehmer) oder als GMP-Modelle realisiert werden, fordern den Bauherren und / oder den bauleitenden Architekten eine Menge an rechtlich fundiertem und ständig aktualisiertem Spezialwissen ab, das dort in großen Abteilungen mit hervorragend geschulten Mitarbeitern zur
Verfügung steht.

Ferner fordern die Baugesetze und bauübliche Verfahrensweisen den Bauherren eine übergeordnete (bauherrenseitige) Gesamt-Steuerung aller Vorgänge und Ressourcen und eine Vielzahl von Entscheidungen ab, die er als nicht ständig Bauender kaum erbringen kann.

Der planende Architekt kann ihm dabei nicht immer wirklich unabhängig unterstützen und beraten, da auch dieser ein aktives Glied des Bauteams ist. Seine Leistungen vernetzen sich im Laufe der Bauzeit zunehmend mit den seine Planungen umsetzenden Leistungen der bauausführenden Unternehmen. Von ihm eventuell produzierte Planungsfehler kosten immer das Geld der Bauherren !
Die Architektenhaftung ist immer verbunden mit der Haftung der bauausführenden Unternehmen..

Wirklich unabhängig beraten und unterstützen kann den Bauherrn nur jemand, der die Gebäude weder plant noch baut.

Wir unterstützen und beraten ohne am operativen Hintergrund des Bauprojektes mitzuwirken.
Wir "übersetzen" den Bauherren die Sprache der verschiedenen Baubeteiligten.
Wir führen für den Bauherrn die notwendigen, regelmäßigen Baubesprechungen, beraten ihn beim Schriftwechsel und allen
projektbezogenen Entscheidungen.

Wir beobachten und steuern das bauende Team im Sinne des Bauherrn und bewirken mit Früherkennungsmethoden einen ablauf- und kostenoptimierten Projektverlauf.

Ganz sicher sparen wir den Bauherren Nerven und mehr als das, was wir kosten, bei dann noch besserer Bauqualität ein.
Wir bewirken klare und durchsichtige Verhältnisse, erkennen frühzeitig kritische Projektsituationen, übernehmen das Änderungs- und Nachtragsmanagement für die Bauherren und setzen unsere Praxis und meditativen Erfahrungen rechtzeitig zur Streit- und Konfliktvermeidung ein.

Wenn Sie das wollen schildern Sie gern unserem Herrn Stöber ihr Problem -
Tel. 0471 - 80 22 83

Unstimmigkeiten am Bau entstehen zum Beispiel aus:
- unklarer, nicht eindeutiger Beschreibung des Bausoll in den Bauverträgen
- der sogenannten ´baubegleitenden Planung´ des Architekten
- unklarer, fehlerhafter, verzögerter Planung, fehlende Ingenieurentscheidungen
- fehlender Übereinstimmung zwischen Planung und Bauvertragstext
- unklarer Abstimmung des Bauteams (wöchentliche Baubesprechungen erf.)
- unsauberer Terminplanung und -koordination des   Generalunternehmens
- fehlender Entscheidungen des Investors (Behinderung)
- Unzuverlässigkeiten von Nachunternehmern und Lieferanten des GU/GÜ
- Nachtragskosten (Kostenmanagement des GU/GÜ)
- Organisationsproblemen bei der Bauleitung des GU/GÜ
- fehlender oder ungenügender Steuerung / Koordination des Investors
- u.v.m.

Terminverzögerungen bei den Subunternehmen des GU wirken sich verheerend auf den Gesamttermin aus. Da der Investor,
aufgrund der Rechtslage im globalen Pauschalvertrag (Bauvertrag) kaum detaillierte Zwischentermine vereinbaren kann,
bekommt er Nachweisprobleme bei Terminverzögerungen während der Planungs- und Bauphase.